Sportartspezifisches Krafttraining

Sportartspezifisches Krafttraining

Was ist sportartspezifisches Krafttraining?

 

Training dient immer der Erreichung eines  vordefinierten Ziels( im Gegensatz zum klassischen Work-Out nach der Arbeit).

 

In diesem Fall ist das Ziel die Steigerung der Leistungsfähigkeit in einer bestimmten Sportart.
Ein Tischtennisspieler benötigt hierbei in seinem spezifischen Krafttraining ganz andere Trainingsreize als ein Eishockesspieler. Ein Fussballspieler andere als ein Basketballspieler. Und ein Handballer andere als ein 100m-Sprinter.

 

back light

Ein Marathonläufer kann rein garnichts mit derartigen Muskelbergen anfangen.

 

Deshalb muss Krafttraining, welches der Steigerung der Leistung in diesem spezifischen Sport dient, immer auch spezifisch auf die Anforderungen dieser Sportart abgestimmt sein.

 

Was ist hierbei der wichtigste, zu beachtende Faktor?

 

Verletzungsprävention

 

In manchen Sportarten hat Krafttraining eine größere Gewichtung, als in anderen.
In allen gilt jedoch, je länger man eine Sportart ausführen kann, desto häufiger kann diese ausführen.
Je häufiger man etwas tut, desto besser wird man darin.
Ein Ausfall von 1. Monat verhindert nicht nur das Training dieser Sportart in dieser Zeit, es erfordert auch Zeit danach, um wieder auf den alten Leistungsstand zu kommen. Je nach Verletzung länger oder kürzer.

Sidenote: Wir reden über Training, nicht genetische Veranlagung!

Die Konkurrenz trainiert weiter und wird besser. Bekommt eventuell ein Angebot, welches dir oder deinem Athleten gegolten hätte. Und du läufst hinterher nur weil du diesen blöden Muskel angerissen hast, weil er zu schwach war…

practice makes perfect

Wer verletzungsfrei bleibt kann also seine Sportart am häufigsten üben, darin besser werden und vor allem langfristig erfolgreich sein!

 

Woran ist eine sportartspezische Leistungssteigerung im Krafttraining festzumachen?

 

Indikatorlifts

 

Ein Indikatorlift ist eine Übung, welche einen besonders hohen Übertrag auf eine Sportart hat.

 

Fussballer aufgepasst!

Ein direkter Indikator für die Schusskraft, ist nicht etwa die Kraft des Quadrizeps, sondern die der ischiocruralen Muskulatur im Bezug auf die Knieflexion.
Also wie schnell/kraftvoll du dein Kniegelenk beugen und deine Ferse zum Po ziehen kannst.

Warum? Die Vorspannung im Quadrizeps( dem vorderen Oberschenkelmuskel), ist entscheidend dafür wie schnell das Kniegelenk gestreckt werden kann. Kannst du dein Knie schnell beugen, erhöhst du die Spannung im Quadrizeps und kannst es dann explosiv strecken und einen harten Schuß landen.

 

Sportartspezifisches Krafttraining richtet sich immer nach den Trainingseinheiten der eigentlichen Sportart

 

Sowohl das Volumen( wieviele Sätze, Wiederholungen etc…) als auch die Intensität( die Schwere der verwendeten Gewichte) und der Zeitpunkt richten sich nach den Trainingseinheiten der eigentlichen Sportart.

In den meisten Fällen sollte das Krafttraining vor dem eigentlichen Training erfolgen und mind. 4-6h vorher ausgeübt werden. Denn Krafttraining wird in dem meisten Fällen mit höherer Belastung ausgeübt als das eigentliche Training.
Intensivere Einheiten werden immer vor weniger intensiven durchgeführt, da die intensiven zum einen das zentrale Nervensystem aktivieren und dies eine gesteigerte Leistung beim darauffolgenden Training zur Folge hat.
Zum anderen würde eine weniger intensive Einheit, die aber ein hohes Volumen aufweist das Verletzungsrisiko in der darauffolgenden erhöhen.

 

In-Season und Off-Season

 

Das Training während in der Off-Season sollte, zum einen, darauf ausgerichtet muskuläre Dysbalancen auszugleichen.
Diese treten in JEDER Sportart auf. Eine Bewegung wird immer häufiger ausgeführt als eine andere.
Daher gilt es die entgegengesetzt arbeitenden Muskeln zu stärken, um in den belasteten Gelenken für ein Gleichgewicht zu sorgen und so die Verletzungsanfälligkeit zu reduzieren.

Zum anderen sollte auch die Leistungsfähigkeit gesteigert werden.

  • Sprungkraft
  • Schnelligkeit
  • Beschleunigung
  • Ausdauer
  • Koordination

sind Beispiele dafür was im Krafttraining der Fokus sein könnte. Was gewählt wird, hängt zum einen von der Sportart und deren Anforderungen ab. Zum anderen davon in welchem Trainingszustand der Athlet ist.

Das Training während der Saison dient im wesentlichen dem Erhalt der erworbenen Fähigkeiten.
Wenn Spiele/ Wettkämpfe und das spezifische Training den Hauptteil ausmachen, bleibt nicht mehr viel Platz für Krafttraining, da die Regeneration auf keinen Fall in Mitleidenschaft gezogen werden darf.
Deshalb beschränkt man sich in den meisten Fällen darauf das Erworbene zu erhalten.

 

Fazit: Sportartspezifisches Krafttraining ist ein sehr komplexes Gebiet, welches jedoch richtig durchgeführt den entscheiden Unterschied ausmachen kann!

1 Kommentar

  1. Hallo Christian Kuhn,
    mein Sohn (12 Jahre) ist Ihr Namensvetter. Er hat wohl ein gewisses sportliches Talent, insbesondere Schnelligkeit (Sprint) und Fußball. Ich würde mich gerne mal mit Ihnen unterhalten, wie er sein Talent weiter verbessern kann. Leider wohnen wir ziemlich entfernt von Ihnen – in der Nähe von Würzburg. Aber vielleicht ließe sich ja auch mal über ein kurzes Telefongespräch ein Kontakt herstellen.
    Tel.: 0175-3610841
    Herzliche Grüße
    Werner Kuhn

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