Am Freitag den 24.11. hatte ich das letzte Training vor einem kleinen Weihnachts-Wettkampf zusammen mit meinem guten Freund Frederic Kobuss. Abschlustraining. Mein letztes Gewicht waren 200kg. Und diese waren so unglaublich schwer und bewegten sich unsagbar langsam!

9 Tage Tage später. 03.12. Wettkampftag.

Erster Versuch: 210kg Easy!

2ter Versuch: 220kg Easy!

3ter Versuch: 230kg Seht selbst.

 

 

In 9 Tagen 30kg mehr im Kreuzheben? Wie das denn?

1. Deload

Mein Training war hart und viel. Gut geplant und der wichtigste Teil kam zuletzt. Der Deload.

Die letzten 9 Tage hatte ich nur 1 Trainingseinheit. Und diese genau 1 Tag vor dem Wettkampf.
Durch die Erholung in der Zeit direkt vor dem Wettkampf findet die sogenannte Superkompensation statt.
Der Körper erholt sich von der Zeit des harten Trainings und bereitet sich auf das nächste entscheidende Mal vor.

Das nächste entscheidende Mal was denn überhaupt?

In diesem Fall Kreuzheben. 2 Monate intelligente Vorbereitung und Trainingsplanung vermitteln dem Körper ein Muss besser zu werden. Ein Muss mehr zu heben. Ein Muss alles zu geben. Nur besser wird man nicht im Training. Sondern während der Körper sich erholt. Die Pause gab dem Körper also Zeit sich zu erholen und sich vorzubereiten. Auf das nächste Mal. Den Wettkampf! Das funktioniert auch in Sportarten in denen die Disziplinen nichts mit Gewicht zu tun haben. Der Lift muss nur perfekt beherrscht werden und einen Übertrag auf die Sportart haben.

 

2. Neural Activation Workout

 

Dies habe ich erst kürzlich von Andre Benoit gelernt. Das Ziel ist es, das zentrale Nervensystem noch einmal scharf zu machen und die Produktion von Dopamin zu stimulieren.

Kraft wird nicht im Muskel erzeugt, sondern im Nervensystem. Wie stark dein Nervensystem deinen Muskel ansteuert entscheidet darüber wieviel Kraft produziert wird. Ein größerer Muskel ist rein potentiell auch ein stärkerer Muskel. Jedoch rein potentiell. Je mehr dein Nervensystem daran gewöhnt wird, schwer zu heben, desto schwerer wirst du heben können. Einfach gesagt.

Beim Neural Activation Workout geht es genau darum. Am Tag vor dem Wettkampf noch einmal aufwärmen. In der Wettkampfdisziplin. Nur aufwärmen! In meinem Fall habe ich auf 150kg für eine Wiederholung gesteigert.

20kg x 10
60kg x 6
90kg x 4
120kg x 2
150kg x 1

Da setzte gerade das Gefühl ein “ OK jetzt könnte ich schwer heben“. Und dann habe ich aufgehört.

Denn es ging nur darum das Nervensystem zu aktivieren.

 

3. Supplemente

 

Für manche hier wird das der wichtigste Punkt sein. Doch wenn die Basis nicht stimmt.

  • Trainingsplanung
  • Einsatz im Gym und der Küche
  • Schlaf

Dann bringen euch diese Supplemente hier auch nicht weiter.

There is no shortcut to success!

Wenn es jedoch alles stimmt, dann werdet ihr hiermit weiter kommen.

Phenibut

Phenibut ist ein Derivat der Aminosäure/ Neurotransmitters GABA ( γ-Aminobuttersäure). Es wirkt auf die selben Rezeptoren und kann im Gegensatz zu anderen GABA Supplementen die Blut-Hirn Schranke überwinden. Es wirkt somit also auch direkt im zentralen Nervensystem und hilft bei der Entspannung. Reines GABA zu supplementieren hat dahingehend keinen Effekt. Es kommt nicht durch die Blut-Hirn Schranke und kann nicht dort wirken wo es soll.

Warnung: Da Phenibut direkt auf die selben Rezeptoren wie der Neurotransmitter GABA wirkt, findet mit der Zeit eine Sensibilisierung statt. Wenn die Rezeptoren dauerhaft besetzt sind setzt der Körper die Erregbarkeit der Rezeptoren herunter. Man braucht also mehr und/oder leidet unter depressiven Verstimmungen wenn man es nach Dauerkonsum absetzt.

Ich selbst nehme Phenibut maximal an einem Tag in der Woche, wenn ich sicher sein kann am nächsten Tag lange schlafen zu können. So habe ich den maximalen Effekt des erholsamen Tiefschlafs und keine Sensibilisierung durch Dauerkonsum.

Von der häufig zu findenden Empfehlung Phenibut mehrmals pro Tag zu nehmen halte ich nichts.

Nur Abends um den Schlaf zu verbessern und maximal einmal pro Woche.

 

Acetyl Carnitin

Acetyl Carnitin liefert die Acetylgruppe für den Neurotransmitter Acetylcholin.

Dieser wirkt an der Endplatte zwischen Muskel und Nerv und ist für Übertragung der Signale des Nervensystems an den Muskel verantwortlich. Wie bereits in Punkt eins gesagt. Kraft entsteht im Nervensystem. Dieses Signal muss dann auch an den Muskel übertragen werden. Genau hier greift dieses Supplement und unterstützt bei der Übermittlung des Nervensignals.

Eine halbe Stunde vor dem Warm-Up. Und dann Vollgas!

 

Dosierungsempfehlungen gebe ich grundsätzlich nur individualisiert.

Wenn du eine für dich persönlich möchtest oder weitere Fragen hast schreib an: ergebnisse@millenniumperformance.de

 

%d Bloggern gefällt das: